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Text 1
ich spüre, wie meine Zeit abläuft, für Bewerbungen, für To-Dos, für Sport, für einfach alles.
Und das obwohl, ich doch für mich eine klare Ansage gemacht habe, ich habe noch mehr Zeit als bis Dezember.
Mein Leben endet nicht am 6.12. Und trotzdem spüre ich diesen Druck. Ich habe zwei Bewerbungen verschickt.
Und das ist für
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einen Montag schon echt gut, versuche ich mir zu sagen, aber das kommt überhaupt nicht bei mir an.
Ich habe das Gefühl, ich steh an einer nebeligen Küste und das Meer rauscht und jemand versucht mir
vom Pier etwas zuzurufen. Ich sehe ihn mit Leuchtfakeln und dem Megafon, aber ich kann ihn nicht richtig verstehen.
Und zu diesem Druck kommt noch eine andere Wahrnehmung, ich habe das Gefühl, ich muss mich selbst bestrafen,
ich kann es nicht anders beschreiben. Ich habe das Gefühl, wenn ich nicht esse oder mich ausruhe oder Freude habe,
dann ist das richtig so. Und das Erschreckende daran ist, es ist ein Teil von mir, der das „fordert“.
Ich muss leiden, ich muss hungrig sein, obwohl ich Hunger gar nicht so explizit wahrnehme –
es ist eher das Gefühl, dass ein Teil von mir mich leiden lassen will und ich gerade das Gefühl habe, ich verdiene es.
Ich bin der Gefängniswärter, der Insasse, der Ankläger, alles in einer Person. Ich habe Angst,
ich möchte nicht so sein, aber ich kann auch gerade nichts dagegen machen.
Ich schreibe und denke, und schreibe und denke. Ich rüttle an den Gitterstäben, ich schreie und schreibe,
ich lache über den Insanen und ich fordere eine härtere Strafe. Und das alles macht mir Angst.
Selten habe ich das so bewusst wahrgenommen und konnte es so genau sehen. Ich habe Angst.
Ich habe Angst, dass ich meine Teile nicht mehr zusammenfügen kann und hier für immer feststecke.
Text 2
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Ich heiße Jay, und auf dieser Website zeige ich, was in mir vorgeht,
beschreibe Gedanken, Gefühle, Entwicklungen – nicht um zu belehren,
sondern um sichtbar zu machen, was echt ist.
Ich schreibe in erster Linie für mich selbst,
um mit mir und meinen Gedanken zurechtzukommen,
und wenn jemand darin etwas Eigenes wiederfindet,
freut mich das umso mehr.
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Text 3
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