Haus des Kritikers

Mister de Vil

Szene aus dem Konferenzraum – Freitag

Er spricht selten laut.
Er schreit nicht.
Er lächelt nur leicht und sagt dann Dinge wie:

„Interessant… aber leider nicht ausreichend.“

Mister de Vil ist der Kritiker.

Seine Aufgabe ist es, alles zu bewerten.

 

Er führt eine unsichtbare Liste über:

 

  • verpasste Chancen
  • ungenutzte Zeit
  • Dinge, die man „noch besser hätte machen können“

Sein Lieblingswort ist ein kleines Wort mit großer Wirkung:

 

„Aber.“

 

Zum Beispiel:

„Das war ganz ordentlich. Aber …“

Und dann kommt der Teil, der alles relativiert.

Ich glaube übrigens nicht, dass Mister de Vil böse ist.
Ich glaube, er denkt, dass er mich beschützt.

Er ist davon überzeugt, dass Kritik mich stärker macht und dass ständige Verbesserung der einzige Weg ist, um nicht zu scheitern.

Sein Problem ist nur:

 

Er kennt nur eine Methode.

 

Druck.

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